Entwicklungszusammenarbeit
Beispiel: Capacity Development for Ecological Sanitation in Bhutan
Zusammen mit lokalen Partnern und der WHO führt die seecon das Projekt „Einführung von nachhaltigen sanitären Anlagen in Bhutan“ durch um ökologischen Abwassermanagementsystemen (Ecosan) im kleinen Königreich im Himalaja zum Durchbruch zu verhelfen. Oft mangelt es in Bhutan an guter sanitärer Infrastruktur und am Wissen über nachhaltige Systeme. Ausgangspunkt des Projekts war deshalb ein von seecon durchgeführter Ecosan-Kurs für Bhutanesische Regierungsangestellte. Im Kurs lernten die Teilnehmenden verschiedene alternative Abwassermanagementsysteme kennen und anwenden. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf hygienischen Toiletten: Die Nutzerinnen und Nutzer – oft Bergbauern – profitieren auch, weil ihnen die Toiletten wertvollen Kompost als natürlichen Dünger liefern. Diesen verwenden sie in der Landwirtschaft und können so viel bessere Erträge erzielen. In der Zwischenzeit wurden mehr als 40 Pilotanlagen in vier Distrikten in Bhutan gebaut und den lokalen Gegebenheiten angepasst.
> WHO Report (pdf, 7.05 MB) über den von seecon durchgeführten Ecosan KursBeispiel: Ziegelsteinproduktion in Banda Aceh (Indonesien)
Im Rahmen der Wiederaufbauphase nach dem verheerenden Tsunami Ende 2004 in Banda Aceh werden sehr grosse Mengen an Ziegelsteinen benötigt. Ziegelsteine sind als Baumaterial sehr beliebt, benötigen aber bedeutende Energiemengen für die Herstellung. Der Energiebedarf wird meistens mit frisch geschlagenem Holz aus den Wäldern der Umgebung gedeckt. seecon gmbh wurde mit einer Studie beauftragt, wie die Qualität der Ziegelsteine und die Energieeffizienz bei der Herstellung verbessert werden können. Dabei hat sich gezeigt, dass Energie-einsparungen und Qualitätsverbesserung mit bescheidenem Mitteleinsatz erreicht werden können. Grosse Einsparungen sind möglich durch eine Umstellung vom üblichen „Batch“-Verfahren auf ein kontinuierlich arbeitendes Verfahren. Ein solches Verfahren wurde im Fernen Osten bereits entwickelt und konnte mit finanzieller Unterstützung aus Europa in einigen Ländern Südostasiens erfolgreich eingeführt werden. Die Studie schlägt eine Reihe von Qualitätsverbesserungen im Produktions-ablauf und als Technologietransfer den Einsatz dieses Verfahrens vor.
