Kreislaufwirtschaft und Ressourcen-management

Beispiel: Ecological Sanitation in Indien

2.6 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu hygienisch vertretbaren und sicheren Sanitäreinrichtungen. Mit dem Projekt "ecosan-Indien" leistet die seecon gmbh einen Beitrag an die Lösung dieses globalen Problems. ecosan – Ecological Sanitation - betrachtet menschliche Ausscheidungen nicht als Abfall, sondern als wertvolle Ressourcen. Urin, Fäkalien und Grauwasser (Waschwasser) werden möglichst getrennt gesammelt und separat behandelt. Urin dient als Flüssig-dünger in der Landwirtschaft oder im Gemüsegarten, kompostierte und hygienisierte Fäkalien werden als Bodenverbesserer eingesetzt und Biogas kann zum Kochen verwendet werden. Ecosan-systeme brauchen dabei nur ein Minimum an Wasser. seecon gmbh hat in Indien mehrere ecosan Projekte implementiert und weitere sind in Planung. Dieses Jahr wurde zudem ein durch die GTZ finanziertes Ausbildungsprogramm gestartet, welches im Rahmen dreiwöchiger Intensivkurse indische ecosan-ExpertInnen ausbildet.

Beispiel: Tropenhäuser

Seit sieben Jahren interessiert es tausende von Besucher/innen, wie die Natur aus sonst nicht nutzbarer Abwärme, Regenwasser, Sonnenschein und Fischfutter frische, biologische und tropische Produkte heranwachsen lässt. Sie tut dies in intelligenten Nährstoff- und Wasserkreisläufen in einem Gewächshaus von 1500 m2. Papaya, Guava, Süssbananen, Sternfrüchte, der beliebte Essfisch Tilapia und einiges mehr findet problemlos seinen Weg in Küchen und auf Teller. Auf Grund dieser Erfolge hat seecon gmbh mehrere neue Tropenhäuser projektiert. Drei davon gehen 2007 in die Realisierung: Wolhusen, Frutigen und Rennsteig in Nordbayern. Bei allen spielt der Besuchs- und Erlebnisteil eine wichtige Rolle.

Das seecon Projekt Tropenhaus Rennsteig erhält E.ON-Umweltpreis.

Beispiel: Illegale Abfallentsorgung im öffentlichen Raum

Seit den letzten 10-15 Jahren sehen sich europäische Städte und Gemeinden mit einem deutlich steigenden Abfallaufkommen im öffentlichen Raum konfrontiert. Die augenfälligste Ursache der zunehmenden Verschmutzung ist Littering - das achtlose Liegenlassen oder Wegwerfen von unterwegs entstandenen Abfällen. Eine ähnliche Abfalllast wird durch illegal im öffentlichen Raum entsorgte Hausabfälle, die so genannten „weissen Säckchen“, verursacht. Seit 2003 führt seecon in Zusammenarbeit mit der Universität Basel Studien und Kampagnen für private und öffentliche Auftraggeber durch. 2006 wurde die nationale zweisprachige Kampagne „Littering? Ich nicht!“ lanciert. In repräsentativen Stoffstromanalysen wurde die Datengrundlage zur illegalen Abfallentsorgung erweitert und Massnahmenpakete erarbeitet.

Weitere Informationen zum Thema Littering

> Littering Vergleichsstudie

> Stromstoffanalyse

> Verhaltensstudie

Im Überblick

  • Nachhaltiges Wassermanagement
  • Erneuerbare Energien
  • Ecological Sanitation (ecosan)
  • Aquakultur
  • Stoffflüsse und –kreisläufe
  • Sicherheit, Sauberkeit und Lebensraumqualität im öffentlichen Raum
  • Regionalentwicklung

AnsprechspartnerInnen

Till Berger
Katharina Conradin

Justus Gallati
Johannes Heeb
Michael Kropac
Alois Müller
Martin Wafler

Philippe Wyss
Matthias Zimmermann