Stadt- & Regionalmanagement
Beispiel: Potentiale erneuerbarer Energien in Städten und Gemeinden
Wenn Klimaschutz wirklich gelingen soll, brauchen wir eine weltweite Umstrukturierung der Energieversorgungsstrukturen durch Effizienz und erneuerbare Energien. Um die Optionen der erneuerbaren Energieerzeugung wirkungsvoll einzusetzen, sind ihre regionale Umsetzbarkeit und ihre Einbettung in die vorhandene Infrastruktur zu prüfen. Für Städte und Gemeinden bedeutet dies, den fachlichen Aspekt der Energiebedarfs- und Energieversorgungsplanung aktiv in ihre Entwicklungsplanung zu integrieren.
In Zusammenarbeit mit der ETH Zürich und der Fachhochschule Nordhausen begleitet seecon Städte und Gemeinden bei der Analyse und der Ausschöpfung ihrer energetischen Potentiale, damit Strom und Wärme möglichst effizient im eigenen Gebiet erzeugt werden können.
In der Schweiz wird in einer umfassenden Studie der Kanton Basel-Stadt untersucht, Partnerprojekte werden in Deutschland und Österreich durchgeführt. Die Ergebnisse in den bisherigen Modellräumen wie Leipzig und Stuttgart zeigen, dass nur durch die optimale Abstimmung der erneuerbaren Wärmeversorgung und der erneuerbaren Stromversorgung die Potentiale einer Stadt oder Gemeinde effizient genutzt werden können. Dadurch können zwischen 50-100% des zukünftigen Strom- und Wärmebedarfs von Haushalten und Gewerbe direkt im Stadtraum erzeugt werden.
Beispiel: regiosuisse – Netzwerkstelle Regionalentwicklung
Mit der Neuen Regionalpolitik (NRP), die auf den 1. Januar 2008 in Kraft getreten ist, unterstützt der Bund die ländlichen Räume, Berg- und Grenzgebiete bei der Bewältigung des Strukturwandels. Durch die NRP sollen Standortvoraussetzungen für unternehmerische Aktivitäten verbessert und Innovationen, Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit in den Zielregionen gefördert werden. Die nationale Netzwerkstelle Regionalentwicklung „regiosuisse“ ist verantwortlich für die Umsetzung der Ausrichtung 3 der NRP (Wissenstransfer).
Die Netzwerkstelle wird durch ein Konsortium von verschiedenen Büros aufgebaut und betrieben. seecon ist ein Teil dieses Konsortiums und dabei für die folgenden Tätigkeiten verantwortlich:
Stellvertretende Leitung von regiosuisse durch Johannes Heeb
Initiierung und Unterstützung von Wissensgemeinschaften, in welchen die Akteurinnen und Akteure der NRP Wissen und Know-How austauschen können und ihr Netzwerk verstärken können. Das so geschaffene Wissen wird innerhalb der NRP-Community weiter gestreut und verfügbar gemacht.
Aufbau des Forschungsnetzes Regionalentwicklung: Dieses verbessert die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen einzelnen Forschungsakteuren im Bereich Regionalentwicklung, unterstützt den Austausch zwischen Forschung und Praxis und stärkt so insgesamt den Forschungsbereich Regionalentwicklung in der Schweiz.
Weitere Informationen: www.regiosuisse.ch
Beispiel: Anti-Littering Kampagne Kt. Thurgau
Das Management des öffentlichen Raums ist eine Querschnittsaufgabe, die Fachstellen wie die Strassenreinigung, Polizei, Jugendarbeit oder die Stadtplanung betrifft, aber auch Private wie Gewerbe, Gastronomie, Abfallwirtschaft oder Immobilienunternehmen. Um ein koordiniertes Vorgehen gegen Littering und andere Probleme wie Ruhestörung und Vandalismus zu ermöglichen, wurde im Kanton Thurgau eine umfassende Kampagne lanciert. Für die Entwicklung von griffigen Massnahmenpaketen wurden 2008 in 10 Gemeinden repräsentative Problemsituationen untersucht. Zur Umsetzung der Massnahmen wurde auf kantonaler Ebene eine Plattform mit Akteuren der öff. Hand, der Wirtschaft, Vereinen und Schulen gegründet. Diese koordiniert die einzelnen Aktivitäten der Akteure und stellt sicher, dass die Thurgauer Gemeinden die nötigen Informationen, Hilfsmittel und Unterstützungen bekommen, die sie für ein erfolgreiches Vorgehen gegen Littering und andere Probleme benötigen. Die Kampagne ist mehrjährig und wird in Zusammenarbeit mit Ernst Basler + Partner geleitet.
Weitere Informationen: www.littering.tg.ch
Beispiel: Kongressserie Future for the commons
Der Verein Future for the commons wurde 2006 als Trägerorganisation der Veranstaltungsserie Future for the commons gegründet. Das Ziel des Vereins ist die Förderung der integrativen Bewirtschaftung öffentlicher Güter sowie die Steigerung der Lebensqualität im öffentlichen Raum. Das Themengebiet des VFC ist die gesellschaftliche Nutzung des öffentlichen Raums und die damit verbundenen Herausforderungen die für Lebens- und Standortqualität. 2007 und 2009 wurden zwei zweitätige fach- und themenübergreifende Kongresse mit internationaler Ausrichtung durchgeführt. Die Geschäftsleitung des Vereins wird durch seecon übernommen.
Weitere Informationen: www.future-4-commons.ch
Artikel Freiburger Nachrichten, 24. 9. 2010: Öffentlicher Raum als zweites Wohnzimmer
Beispiel: Handbuch Littering
Littering hat sich in den letzten 15 Jahren zu einem Problem entwickelt, das in der Bevölkerung stark wahrgenommen und in der Politik intensiv diskutiert wird. Die Lösung dieses Gesellschaftsproduktes ist jedoch eine schwierige Aufgabe, die ein differenziertes Vorgehen benötigt. Mit der Unterstützung des BAFU, kantonalen Umweltämtern, Städten und Wirtschaftakteuren wurde das Handbuch Littering veröffentlicht, das für Gemeinden, Schulen aber auch für Private eine Praxishilfe für die Entwicklung und Umsetzung situationsspezifischer Anti-Littering-Massnahmen gibt. Das Handbuch kann über das BAFU oder über seecon bestellt werden.
Bestellungen: Astrid Frischknecht
